25.11.2011

Solarstrom für Menschen: Genossenschaftsmodell erfolgreich im Kreis Gütersloh

Martin Henke (links), Geschäftsführer des Wertkreises Gütersloh ist gleichzeitig Aufsichtsratsmitglied bei „Solarstrom für Menschen“ und Hans-Jürgen Wegener von der Kreissparkasse Wiedenbrück ist Mitglied des Vorstandes. Foto: Gottwald


„Soziales, Ökologisches und Ökonomisches vereinen“

Bereits im Jahr 2010 baute das Unternehmen hb Solar 15 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund einem Megawatt auf Dächer des Wertkreises Gütersloh. Das Kleeblatt aus dem Wertkreis als Dachbesitzer, der Kreissparkasse Wiedenbrück als Geldinstitut und den Solarstrom-Experten von hb Solar machte das Projekt möglich. Unter dem Namen „Solartrom für Menschen“ (SfM) wurden Mitarbeitern der drei Unternehmen sowie der breiten Öffentlichkeit Investitionsanteile angeboten. „Die Nachfrage, die wir erzielen würden, war zunächst eine Black Box für uns“, sagt Martin Henke, Geschäftsführer des Wertkreises und gleichzeitig SfM-Aufsichtsratsmitglied. „Wir wussten einfach nicht, wie diese Investitionsmöglichkeit ankommen würde.“ Doch nach einer Info-Veranstaltung sei die Nachfrage überwältigend gewesen. „Innerhalb von zwei Wochen hatten wir das Geld zusammen.“

Eine runde Sache, findet auch Hans-Jürgen Wegener von der Kreissparkasse Wiedenbrück: „Mit dem Projekt hatten wir die Möglichkeit, Menschen zu helfen, die Umwelt zu schützen und eine attraktive Rendite zu erzielen – da gibt es eigentlich keine Gegenargumente.“ Nicht zuletzt deshalb hätten die Aktivitäten der Genossenschaft in der Öffentlichkeit auch durchweg positive Reaktionen hervorgerufen.

Wichtig ist aus Sicht von Henke und Wegener in jedem Falle eines: Dass man einen kompetenten und erfahrenen Partner aus der Solarstrombranche im Boot hat. Die Hauptbauzeit hätte im Sommer und Herbst 2010 stattgefunden, eine Zeit, in der es in der Branche schwierig war, an einige benötigte Komponenten heranzukommen. „Nur über die Branchenerfahrung von hb Solar und über die vielfältigen zur Verfügung stehenden Bezugsquellen konnten wir unseren Zeitplan mit nur leichten Verzögerungen einhalten“, sagt Henke. Außerdem seinen handwerkliche Sorgfalt und eine gute Abstimmung mit den örtlichen Energieversorgern vonnöten, ergänzt Wegener. All diese Aufgaben habe hb Solar mit viel Professionalität erledigt.

Das Genossenschaftsmodell „Solarstrom für Menschen“ hat Vorbildcharakter – darin sind sich alle Beteiligten einig. Und eines sei ganz besonders erfreulich, betont Martin Henke: „Wir beweisen mit diesem Projekt, dass soziale, ökologische und ökonomische Belange durchaus gut vereinbar sind.“